Ein Stück Geschichte neu belebt – Rekonstruktion einer Schmucksäule am Trafohaus Olten
- S+F Holzbau

- vor 3 Tagen
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Manchmal sind es die unscheinbaren Details, die den Charakter eines Bauwerks ausmachen. Das Trafohaus in Olten, seit vielen Jahren kantonal geschützt, trägt solche Geschichten in sich – und erzählt sie nicht nur durch seine Mauern, sondern auch durch seine kunstvollen Verzierungen.
Eine dieser Besonderheiten ist die Schmucksäule aus Eichenholz, die nach rund 100 Jahren sichtbar in die Jahre gekommen war. Wo einst präzise Handwerkskunst für Stabilität und Schönheit sorgte, blieben nur noch Spuren vergangener Zeiten. Die Aufgabe: dieses historische Detail zu bewahren und neu zum Leben zu erwecken.
Hier kam Moritz Schiess von S&F Holzbau ins Spiel. Mit viel Leidenschaft für das traditionelle Handwerk machte er sich daran, die Schmucksäule originalgetreu zu rekonstruieren. Grundlage war die alte Form – gezeichnet vom Zahn der Zeit – und der Anspruch, die historische Substanz respektvoll zu bewahren.
Aus hochwertiger Eiche fertigte Moritz die neue Säule, Stück für Stück in sorgfältiger Handarbeit. Das Video zeigt eindrucksvoll, wie aus dem rohen Holz wieder ein kunstvolles Bauteil entstand: präzise Fräsungen, exakte Winkel, feine Übergänge – all das vereint zu einem Ergebnis, das sich nahtlos in das historische Gesamtbild des Trafohauses einfügt.
Nach 100 Jahren erstrahlt die Schmucksäule nun wieder in neuem Glanz. Sie ist mehr als nur ein Ersatz – sie ist ein Symbol dafür, wie viel Herzblut und Hingabe in der Verbindung von Tradition und modernem Handwerk steckt.
So bleibt das Trafohaus nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein sichtbares Zeugnis dafür, wie historische Baukultur mit handwerklicher Präzision weitergetragen wird.



