Toxische Altlasten in unserem Gebäudebestand

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Im Zuge meiner Ausbildung an der BFH Burgdorf habe ich mich eingehender mit einer Thematik beschäftigt, die uns seit einiger Zeit beschäftigt.

Der Einsatz von industriell produzierten Holzschutzmitteln vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die späten 1990er Jahre belastet unsere Kulturgüter, unsere Sammlungen in den Museen und unsere Häuser in grossem Ausmasse. Die Mittel, welche als Inhaltsstoffe DDT, PCB, PCP Lindan usw. enthielten, wurden grosszügig eingesetzt, überall dort, wo man Holzteile schützen wollte.

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Die chemisch technischen Produkte waren darauf ausgerichtet lange gegen Schädlinge und Holzabbauende Pilze zu wirken.  Sie wirken beim Menschen krebserregend, neurotoxisch und erbgutverändernd. Sie gelten als Auslöser für Krankheiten wie Parkinson

Das tun sie auch heute noch!

Die meisten dieser Stoffe sind mittlerweile geächtet und verboten, die behandelten Hölzer gasen aber trotzdem noch aus. Die Nervengifte kontaminieren angrenzende Bauteile, den Staub und letztenendes auch die Bewohner der Häuser.

Von 4 von uns auf giftige Holzschutzmittel beprobten Dachstühlen waren 4 hochgradig toxisch.

Ein Thema das von der SUVA, vom Holzbauverband, den Fachbetrieben und der breiten Öffentlichkeit weitgehend ignoriert wird, obwohl wahrscheinlich mehr Leute davon betroffen sein könnten als von Asbest.

Biozid belastete Kulturgüter. Eine Zusammenstellung.

Factsheet: Links Holzschutzmittel

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